Turnier-Blog 2018

Freitag, 23. März 2018

Größerer und schönerer Zuschauerbereich

Schon im Vorfeld des Turniers betrieben die Ausrichter großen Aufwand: Tim von Wülfing ließ die Reithalle an der Seite öffnen und vier Zelte errichten, so dass eine zweite Tribüne entstand. Damit entfiel die Notwendigkeit, einen Teil der Reitbahn für Zuschauer abzuteilen. Gastronomie und VIP-Lounge fanden neue schöne Plätze.

Der erste Sieger des ersten Tages

Maxime-Louis Frenkel-Badé mit Capital 15

IRC:

Herr Frenkel-Badé, herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Springpferdeprüfung Kl.A**! Als Sportwart des KPSV kennen Sie uns schon lange und waren auch schon öfter hier. Wie gefällt Ihnen die neue Gestaltung?

 

Maxime-Louis Frenkel-Badé

Sehr gut! Dass die Halle mit dem Zelt zur Seite erweitert wurde, ist super, weil man mehr Platz hat. Der Parcours war sehr schön gebaut. Die Atmosphäre ist immer sehr schön hier, daran hat sich nichts geändert. Alles zur vollen Zufriedenheit der Reiter.

Worauf achtet ein Richter in der Abreithalle?

André Braunsdorf

IRC:

Herr Braunsdorf, bei einem Turnier ist ein Richter in der Abreithalle. Worauf achten Sie dort?

 

Andre Braunsdorf:

Erstmal achte ich auf pferdegerechtes Abreiten: Dass das alles den Richtlinien entsprechend durchgeführt wird, dass nicht zu hoch gesprungen wird. Die Ausrüstung darf nicht mehr verändert werden, wenn die Reiter in die Halle kommen.

 

IRC:

Haben Sie den Eindruck, dass das bei uns hier so funktioniert?

 

Andre Braunsdorf:

Wir hatten heute in drei Prüfungen noch keine Vorfälle, alles 100% ok.

Die enewa, einer unserer Hauptsponsoren

Jörg Ostermann, Geschäftsführer der enewa

IRC:

Was bringt die enewa dazu, ein Reitturnier zu sponsorn?

 

Jörg Ostermann, enewa:

Also wir sind ein Wachtberger Unternehmen und wollen insbesondere für Wachtberg und die Wachtberger da sein. Mit ihnen verdienen wir unser Geld, davon wollen wir gerne etwas abgeben und eine solch tolle Veranstaltung unterstützen.

 

IRC:

Sie waren einen großen Teil dieses Tages hier. Was hat Ihnen besonders gefallen?

 

Jörg Ostermann, enewa:

Zunächst hat mir gefallen, dass heute morgen um 11 Uhr bereits das erste Fahrzeug mit einem Traktor vom Parkplatz gezogen werden musste. Sie haben heute einfach Glück mit dem Wetter, dass es zu regnen aufgehört hat und die Leute draußen an- und abreiten können. Ganz toll finde ich, wie Sie Anlage aufbereitet haben. Vor allem dieses Zuschauerzelt hier ist sehr komfortabel und gefällt mir sehr gut. 

Die Aufgabe des Parcoursbauers

Ein letzter prüfender Blick

IRC:

Ein A*-Parcours ist immer dasselbe - oder?

 

Oliver Nilius:

Nein, das ist er nicht. Natürlich sind die Höhe und die Anzahl der Hindernisse vorgegeben, aber die Linie ist ganz individuell durch den Parcourschef zu gestalten. Jeder Parcours ist immer wieder anders, so dass die Reiter sich nicht nur auf eine einzige  Situation vorbereiten müssen. Dabei können verschiedene Dinge abgefragt werden, die sie im Training üben, so dass immer ganz individuell ein neuer Parcours entsteht. 

 

IRC:

Wann weiß ein Parcoursbauer, dass er seine Sache gut gemacht hat?

 

Oliver Nilius:

Wenn er das Starterfeld auf sehr faire Art ein klein wenig auseinanderbekommen hat. Das heißt, dass hier und da auch einmal ein Fehlerchen passiert und eine Stange fällt. Aber nicht so, dass wir eine Fehlerquelle eingebaut haben, dass also ein Sprung die Klippe gibt oder da eine Falle drin ist. Sondern dass es nur schöne Bilder gibt, dass der Rhythmus gehalten werden kann und die Reiter, auch wenn sie einen Fehler hatten, zufrieden aus dem Parcours kommen.

Noch ein paar Bilder vom ersten Tag

Der Tag war ziemlich grau und kalt, daher gibt es noch kaum Fotos von den Außenanlagen.

Samstag, 24. März 2018

Endlich gutes Wetter!

Nach dem grauen und sehr kalten Freitag schien am Samstag endlich die Sonne und die Aktivitäten verlagerten sich ins Freie.

 

Teilnehmer wie Gäste genossen das traumhafte Wetter.

Der Rettungsdienst ist glücklich

Bisher zum Glück nicht gebraucht: Das Sanitätsfahrzeug

"Der Rettungsdienst ist immer glücklich, wenn er nichts zu tun hat", sagen die Mitarbeiter des DRK. 

 

Nun, die größte Herausforderung war bisher die Ausgabe eines Pflasters.

Dressur am Vormittag

Der Vormittag stand im Zeichen der Dressur: 

Los ging es mit dem Dressurreiterwettbewerb, gefolgt von der Dressurprüfung Klasse A*. Dann kamen die Wettbewerbe für den reiterlichen Nachwuchs. Bei allen Wettbewerben und Prüfungen war der IRC gut vertreten.

Gespräch mit der Tierärztin

Dana Goldschmidt aus der Praxis Dr. Winand

IRC:

Welche Aufgaben haben die Tierärzte bei so einem Turnier?

 

Dana Goldschmidt:

Der Verband, die FN, hat Aufforderungen an das Richtertum und die Tierärzte gestellt:

Wir müssen auf Aufforderung der Richter in der Abreithalle gucken, ob eine Lahmheit vorliegt. Je nach Auflage müssen die Pferdepässe kontrolliert werden, ob das Pferd mit der Influenza-Impfung im richtigen Rhythmus ist.

 

Dann gibt es noch sogenannte Pferdekontrollen.

Da werden die Teilnehmer nach dem Parcours gebeten, das Pferd abzusatteln, die Gamaschen abzunehmen und einmal die Trense zu öffnen. Dann werden wir gucken, ob die Pferde irgendwelche Verletzungen vom Reiten davongetragen haben.

 

Und dann gibt es natürlich noch die Dopingkontrolle. 
Die FN gibt vor, wie viele Dopingproben auf jedem Turnier durchgeführt werden müssen. Wir nehmen dann nach Möglichkeit eine Urinprobe des Pferdes, sonst eine Blutkontrolle. Die wird dann auf nicht zugelassene Medikamente getestet.

 

IRC:

Dopingkontrolle - auch hier bei uns?

 

Dana Goldschmidt:

Das wissen wir Tierärzte erst, wenn der Richter auf uns zutritt. Sowohl die Veranstalter als auch die Tierärzte wissen im Vorfeld nicht, wer herausgezogen und getestet wird.

Ein Parcours entsteht

Nach den Dressurwettbewerben wurde der Parcours für das erste Springen aufgebaut. Mit vielen Helfern gelang das schnell.

Gastronomie am neuen Ort

Der gesamte Gastronomiebereich ist in den neuen Zuschauerbereich umgezogen, auch die "Küche" wurde dorthin verlagert:
Anlass, mit den Helfern über ihre Erfahrungen zu reden.

 

IRC:

Wir beurteilt Ihr unsere neuen Räumlichkeiten?

 

Waltraud Prangenberg und Gisela Mundt im Verkauf:

Top. Ich finde es hervorragend, eine erhebliche Verbesserung zu früher. Der Hauptvorteil: Man sieht etwas und man steht nicht mehr im Durchzug. 

 

Küchen-Team:

Es ist Erlebnisgastronomie! Vieles muss noch improvisiert werden, aber bisher ist das gut gelungen und wir haben auf kleinem Raum groß gekocht.

Der Empfang für die Sponsoren

Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich die anwesenden Sponsoren in einen großen Kreis zum Empfang, den Irene Hermanns mit viel Liebe zum Detail vorbereitet hatte.

 

Für die Veranstalter sprach Peter Hermanns einen herzlichen Dank aus für ihre Großzügigkeit, den Reitsport und dieses Turnier zu fördern. 

Sonntag, 25. März 2018

Perfekte Vorbereitung

IRC:

Ihr habt schon viele Turniere erlebt, was ist das Besondere am IRC-Turnier?

 

Gerda und Peter Ptok (auf der Bank am Platz):

Die entspannte, feine Atmosphäre, bei anderen Turnieren ist viel mehr Hektik. Dass man hier an verschiedenen Plätzen Sitzecken hat, wo man die Sonne genießen kann - herrlich!

 

Die gute Organisation, auch das Parken für die Hänger, das ist alles so stressfrei, auch weil es so nah ist. Auf anderen Höfen muss man manchmal kilometerweit laufen. 

 

Es ist alles perfekt vorbereitet. Sogar da, wo die Pferde herreiten, wurde alles mit Schotter gemacht, man läuft nicht durch den Matsch: Auch das Kleinste ist durchdacht.

 

Und dann alles so nett dekoriert, hier mit den Blümchen, das tut sich ja auch nicht von alleine. 

Hannelore Heiß wieder aktiv

Lange haben wir unsere Sportwartin nicht mehr aktiv bei einem Turnier erlebt. An diesem Wochenende nahm sie gleich an vier Prüfungen teil:

Freitag ritt sie Colourrico in der Springpferdeprüfung A**. 

Gestern und heute vertrat sie den IRC mit Ex und Hopp in den beiden L-Springen und sogar  im M-Springen.

 

IRC:

Hannelore, wie beurteilst Du den heutigen Tag?

 

Hannelore Heiß:

Ich bin zufrieden. Heute früh fehlte ja nicht mehr viel an einer Platzierung. Mehr war nicht zu erwarten, denn ich reite das Pferd ja noch nicht lange.

Kleine Menschen ganz groß: Führzügelwettbewerb

IRC:

Was sagen die stolzen Eltern zum Sieg ihrer Kinder, es haben ja alle gewonnen?

 

Dr. Mark Tanzberger:

Die Kinder hatten alle Spaß, und das ist die Hauptsache. Ich glaube, die haben sich genauso gefreut wie wir beim Zugucken. 

 

Petra Henseler:

Es haben sich alle angestrengt, hatten Spaß, alle goldene Schleifen, alles gut!

Unverzichtbare Unterstützung: Die TT

Michelle Linden ist heute TT für Thomas Schönstein und Lena Ostrowicki

IRC:

Die Abkürzung TT steht ja für "Turnier-Trottel", aber hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine der wichtigsten Funktionen beim Turnier. Was haben denn diese Helfer der Reiter alles zu tun?

 

Michelle Linden:

Erst mal alles vorbereiten: Pferde putzen, vorbereiten, Hufe waschen; das Sattelzeug und das ganze Equipment einräumen, die Pässe nicht vergessen.

Wenn man am Turnier angekommen ist, an der Meldestelle abhaken. Dann die Pferde fertig machen, satteln, Liste an der Meldestelle holen, beim Abspringen helfen.

Kaffee holen, sich selber mit Kaffee versorgen - vor allem, wenn es früh ist. Die Zeit muss sein, ich bekomme auch schon mal einen Kaffee gebracht.

Seelische und moralische Unterstützung, Fehleranalyse nach dem Parcours - ganz wichtig! Je nachdem, wie die Laune auf der Rückfahrt ist, muss man das dann auch aushalten. 

Und dann geht es zu Hause auch noch weiter: Den ganzen Kram wieder ausräumen und für den nächsten Tag planen.

Prominenz in Wachtberg

Gilbert Tillmann mit Claus-Dieter

Erst in letzter Minute stand fest, dass es Peter Hermanns gelungen war, einen Prominenten zum IRC-Turnier zu holen:

Gilbert Tillmann startete im M-Springen und im S*-Springen. Für letzeres hatte er Claus-Dieter mitgebracht, mit dem er 2017 beim Deutschen Spring-Derby den 2. Platz belegt hatte.

 

Mit Claus-Dieter kam Gilbert Tillmann im S*-Springen auf
Platz 5, und mit Hadjib wurde er ein zweites Mal platziert,

Der Sieger im Großen Preis von Wachtberg

Rafael Eden mit Ve la Pitchoune

IRC:

Herr Eden, ganz herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Großen Preis von Wachtberg, des ersten S*-Springens in der Geschichte des IRC.

Was möchten Sie dem Verein gerne mitgeben?

 

Rafael Eden:

Ich fand es großartig, wie das Turnier organisiert war, die Reiter hatten Top-Bedingungen. Einfach phantastisch die Leute, unwahrscheinlich nett! Die Böden waren super, der Parcours gut. Es war ein schweres Springen für einen ländlichen Großen Preis, aber es war fair. 

Dem Veranstalter sage ich nur: Weiter so machen! Die Reiter hoffen, dass es nächstes Jahr noch einmal so etwas gibt.

Resümee des Veranstalters

IRC:

Was wolltest Du mit diesem Turnier erreichen?

 

Peter Hermanns:

Der Zweck dieses Turnieres ist die Förderung der Jugend, der Turnier-Einsteiger, der kleinen Prüfungen, die meines Erachtens ein wenig vom Aussterben bedroht sind. Damit verbunden ist der große Sport, wo die Zuschauer ihre Lokalmatadore sehen können. 

Daneben möchte ich dazu beitragen, hier auf der Anlage Gut Haus Holzem die verschiedenen Bereiche weiter zusammenzubringen: Die Reitschule Heiß, den internationalen Reitclub und den Reitbetrieb von Tim von Wülfing in Harmonie, in Einklang zu bringen und das Wir-Gefühl zu stärken.

 

IRC:

Und wie zufrieden bist Du mit dem Ergebnis?

 

Peter Hermanns:

Grundsätzlich zu fast 100%.

Etwas traurig bin ich über das geringe Starterfeld in den L-Springen. Alle Teilnehmer und Gäste, mit denen ich gesprochen habe, fanden die Bedingungen spitzenmäßig. Trotzdem kam bei hohen Nennungszahlen ein relativ geringes Starterfeld zusammen.

 

IRC:

Woran liegt das Deiner Meinung nach?

 

Peter Hermanns:

Na ja, wir sind zu Beginn des Jahres. Da ist sicher das ein oder andere Pferd noch nicht so im Leistungsstand, wie die Reiter sich das erwünscht haben. Aber das alleine reicht als Erklärung nicht aus, darüber müssen wir noch genauer nachdenken.

 

IRC:

Alle loben die perfekte Organisation dieses Turnieres...

 

Peter Hermanns:

Das wäre nicht gegangen ohne die Kooperationsbereitschaft und das wahnsinnige Engagement des Tim von Wülfing als Anlagenbetreiber. Er ist sich nicht nur für nichts zu schade sondern steht mit allem, was er hat und geben kann, hinter der Veranstaltung.

Internationaler Reitclub Bad Godesberg e.V.
Gut Haus Holzem
53343 Wachtberg - Berkum

 

1. Vorsitzende:

Miriam Wedemeier